Test: Ring Video Doorbell 2

Ring Video Doorbell 2

Ich habe mir anstelle meiner alten Türsprechanlage bzw. Türklingel eine neue intelligente Smart Home Türklingel zugelegt. Aus diesem Grund will Ihnen in dem Test: Ring Video Doorbell 2 die Vor- und Nachteile aufzeigen und Ihnen die Kaufentscheidung einfacher machen. Vor meinem Kauf habe ich mich umfassend informiert, welche Video-Türklingeln es gibt, so dass relativ schnell feststand, dass es eine Ring Door Bell wird.

Von Ring gibt es aktuell 4 Modelle:

Die Ring Video Doorbell – die einfachste und günstigste Video Türklingel mit 720p HD-Video, Gegensprechfunktion, Bewegungsmelder und WLAN für ca. 100.- Euro.

Die Ring Door View Cam – eine Video-Türklingel, die den vorhandenen Türspion durch ein HD-Video mit Gegensprechfunktion ersetzt. Die Anlage kostet ca. 150.-Euro.

Die Ring Video Doorbell 2 – die Video Türklingel mit 1080p HD-Video, Gegensprechfunktion,  Bewegungsmelder und WLAN für ca. 200.- Euro.

Die Ring Video Doorbell Pro – die Video Türklingel im Set mit Türgong und Transformator, wenn eine  Türklingelverkabelung vorhanden ist, 1080p HD-Video, Gegensprechfunktion, Bewegungsmelder und WLAN für ca. 280.- Euro.

Die ersten beiden schieden für mich aus, da ich keinen Türspion habe, und ich die bessere Videoauflösung bevorzuge. Die Entscheidung zwischen der Doorbell 2 und Doorbell Pro fiel mir schwerer – der Unterschied ist: bei der Pro-Version wird die Klingel über einen Transformator und nicht über Akku betrieben, es können individuelle Zonen beim Bewegungsmelder eingestellt werden und der WLAN-Empfänger der Pro-Version kann darüber hinaus noch über 5 GHz empfangen. Ich habe mich dann schließlich für die Ring Video Doorbell 2  entschieden. Zum einen, weil die Unterschiede für mich nicht so entscheidend waren, weil sie günstiger ist und auch, weil mir die Installation als etwas zu kompliziert erschien – für die Pro wird eine professionelle Montage empfohlen. Man kann zwar die Installation für 132.- Euro dazu bestellen, aber mit gesamt über 400.- Euro ist dann die Pro mehr als doppelt so teuer wie die Doorbell 2.

Im folgenden Artikel will ich Ihnen also in dem Test: Ring Video Doorbell 2  zeigen, welche Vor- und Nachteile es gibt bei der Türklingel, die eigentlich mehr eine Überwachungskamera für die Haustüre ist, und ob sie empfehlenswert ist.

Funktionen und Zubehör

Was unterscheidet jetzt eigentlich diese smarte Türklingel von einer normalen?

Der wesentliche Unterschied ist, dass wenn jemand läutet, Sie auf Ihrem Handy oder Tablet sehen, wer an der Türe ist, und mit ihm auch sprechen können.

Wenn Sie nicht zuhause sind und jemand klingelt, oder Sie den Bewegungsmelder aktiviert haben, bekommen Sie eine Nachricht gesendet.

Außerdem kann Ihr Heim auch nachts mit Infrarot überwacht werden und Sie können immer per Live-Video das Geschehen daheim abrufen.

Somit ist die Doorbell 2 eigentlich mehr eine Überwachungskamera mit Türklingel und kann so Teil eines smartem Sicherheitssystems werden.

Welche Funktionen hat die Ring Video Doorbell 2?

Die Standardfunktionen Live-Video, Gegensprechfunktion und Sofortbenachrichtigung auf das Smartphone stehen sofort und dauerhaft kostenlos zur Verfügung. Außerdem funktioniert sie mit Alexa-fähigen Geräten, um per Sprachbefehl die Aktivitäten zu steuern.

Gegensprechfunktion

Die Doorbell 2 hat eine integriertes Mikrofon und einen Lautsprecher mit Geräuschunterdrückung. Damit können Sie Ihren Besucher über Ihr Smartphone oder Tablet hören und mit ihm sprechen.

Die Funktionsvielfalt kann aber  mit einem Abo noch erweitert werden.  So kann man die Videos aufzeichnen und  später abrufen, um zu sehen, ob man was verpasst hat und wer einen besuchen wollte. Diese Videoaktivierung per Cloud ist nur mit dem Abo von Ring-Protect möglich und kostet 3.- Euro im Monat. Der erste Monat ist zum Testen kostenlos. Eine Aufzeichnung auf eine Speicherkarte ist nicht möglich.

Brauche ich das Abo?

Wenn Sie die Doorbell 2 als Sicherheitssystem nutzen wollen, brauchen Sie das Abo. Nur dann  können Sie die Aufzeichnungen von Einbruchsversuchen oder unerwünschten  Personen später noch abrufen. Wenn Sie die Doorbell nur als smarte Klingel benutzen wollen, weil Sie bereits ein gut gesichertes Heim  haben, reicht der einmalige Kauf, ohne weitere Folgkosten.

Ich habe das Abo nicht abgeschlossen, weil  ich bereits ein bewährtes Sicherheitssystem habe und mir die Grundfunktionen der Klingel reichen. Ich habe die Aufzeichnung auch in der Testphase kaum genutzt, weil ich es nicht so spannend fand, den DHL-Boten 4 Stunden später bei seinem Zustellversuch zuzuschauen.

Auch aus datenschutzrechtlichen Gründen ist die Aufzeichnung problematisch. Denn in Deutschland sind Videoaufzeichnungen von Personen nicht zulässig und so ist es kaum möglich die Klingel legal zu betreiben, außer man schließt das Abo nicht ab.

Montage und Einrichtung

Die Installation ist recht einfach: Die Ring Doorbell 2 wird mit Schrauben in ca. 1,20 m Höhe montiert. Dann kann man sie entweder über die vorhandenen Klingeldrähte mit dem vorhandenen Türgong verbinden, oder einen zusätzlichen WLAN Türgong verwenden, oder den Klingelton nur auf das Handy senden. Anschließend muss man die Ring-App auf das Smartphone herunterladen, ein Konto erstellen und das Modell auswählen. Dann noch unter der Abdeckung den Setup-Knopf drücken und das WLAN Netz auswählen. Wichtig ist nur, dass man ein zuverlässiges und ausreichendes WLAN-Netz hat, sonst kann es Probleme geben.

Empfehlenswertes Zubehör:

Der Akku hält ca. 2-3 Monate und wird dann per USB Kabel geladen. Die Ring Doorbell wird mit einem Schnellwechsel-Akkupack geliefert. Ein zweiter Akku ist deshalb empfehlenswert.

Nachdem ich meine alte Türglocke nicht benutzt habe, aber den Klingelton nicht nur auf Handy wollte, habe ich mir noch die Klingel Ring Chime – einen WLAN Türgong zugelegt. Der hat zusätzlich den Vorteil, dass er nicht nur als Gong fungiert, sondern auch als Repeater für das Netzwerk. Das ist notwendig, wenn das WLAN zur Doorbell ein zu schwaches Signal liefert.

Als Monitor benutzt man das Handy oder ein Tablet. Ich habe ein ausrangiertes Tablet auf der Kommode stehen – das funktioniert für mich sehr gut. Alternativ kann man natürlich auch das Echo Show oder Echo Spot verwenden – das ist noch komfortabler, weil man da auch per Sprachbefehl die Aktivitäten an der Haustür überwachen kann.

Fazit beim Test: Ring Video Doorbell 2

Die Ring Video Doorbell 2 hat ein akzeptables Preis-/Leistungsverhältnis.

Positiv ist:

Sehr gute Video- und Audioqualität

Eine unkomplizierte Inbetriebnahme

Die App ist einfach einzurichten und hat eine sehr gute Qualität

Lange Akkulaufzeit

Gutes Zubehör

Diese smarte Türklingel ein sehr guter Baustein für eine erfolgreiche Einbruchsicherung.

Negativ ist:

Voller Funktionsumfang ist nur mit einem kostenpflichtigem Abo möglich (3.- Euro monatlich)

Die Speicherung der Aufnahmen ist sehr bedenklich, was den Datenschutz betrifft

Bei schwachem WLAN Signal sehr lange Reaktionszeiten

 

Technische Details

  • Videoauflösung 1080p HD-Video, Live View, Nachtsicht
  • Gegensprechfunktion mit Geräuschunterdrückung
  • Stromversorgung Akku oder Festverdrahtung
  • Blickwinkel 160° horizontal
  • WLAN-Verbindung 2,4 GHz, Uploadgeschwindigkeit von 2 MBit/s wird für optimale Leistung empfohlen
  • Live-Video
  • Austauschbare Blenden
  • Infrarot-Nachtsicht
  • Bewegungsaktivierte Benachrichtigungen
  • Anpassbare Bewegungserfassung

 

 

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